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FlyLady-System - Tagesroutinen

Also nun hat man sich schon an den Luxus der glänzenden Küchenspüle gewöhnt, ist am Morgen angezogen, gepflegt und hat die Zauberschuhe an. 

 

Man kennt den 27-Dinge-Boogie und hat ab und an den Notfall-Putzplan angewendet. Und irgendwie läufts doch nicht sooo mega. Was im Buch angemerkt ist, und ich wichtig finde: MINI-SCHRITTE. Selbst wenn man keine grosse Weltveränderung erreicht. Ändert sich doch täglich etwas, solange man die MINI-SCHRITTE geht. In den letzten Wochen hatte ich oft...dank den ganz speziellen Zeiten wirklich den Faden verloren. Und bin doch weiter gekommen, weil ich immer wieder angesetzt habe und den "besonderen Umständen" angepasst. 

 

Damit gewisse Dinge sich nebenbei erledigen, macht es Sinn sich über die Tagesroutinen Gedanken zu machen. Die persönliche Morgenroutine und Abendroutine. Und machen wir uns nichts vor. Das kann ändern! Vor allem mit Kindern...ODER unvorhergesehenen Ereignissen. Also muss man auch da hie und dort optimieren. Macht auch Sinn. Als ich diese Tagesroutinen anfing aufzuschreiben so mal grob...fiel mir doch plötzlich auf, dass ich eiiiinige Leergänge/-wege mache. Für den Anfang reicht also auch völlig ein Notizblatt aus, was man irgendwo hin hängt, wo man es immer sieht. Hätte ich dies nicht aufgeschrieben und mich bewusst damit befasst, wären mir meine persönlichen "Leerläufe" gar nicht so aufgefallen. 

Man kann es ansehen wie bei einem Betrieb. Prozessoptimierung. 

 

Die FlyLady-Hilfsmittel dazu würde ich echt empfehlen mit zu integrieren. Diese stelle ich Euch daher grad vor: 

 

Die 5-Minuten Raumrettung: 

Der Raum ist einfach gefunden. Den, welchen man nie dem Besuch zeigt. Hier ist die FlyLady Taktik während 27-Tagen jeden Tag nur 5 Minuten zu investieren. Zuerst am Besten natürlich wieder: Was weiss ich genau, was ich schon wegwerfen kann. Danach würde ich empfehlen, den Raum systematisch durch zu ackern. Von oben nach unten...von links nach rechts...im Uhrzeigersinn von der Mitte stehend. 

 

HOT-SPOT:

Ein heisser Ort...Es gibt Orte oder Bereiche, welche wie ein unentdeckter Brandherd immer wieder anschwellen. Es fängt ganz unscheinbar an. Ein Blatt...dann plötzlich ein Turm... Das kann auch der Stuhl im Schlafzimmer sein, der plötzlich eine Woche an Garderobe beherbergt... 

So kann man also 2x 5' pro Tag in die Morgen- und Abendroutine einbauen oder 10' pro Tag um diese Hot-Spot in den Griff zu kriegen. Mein Hot-Spot sind die Kinderzimmer. Ich mache persönlich am Morgen JE 10' pro Kinderzimmer. Damit ich dann an meinem Homeblessing-Tag (kommt noch) so wenig Zeit wie möglich verlöffle um die Flächen frei zu machen. 

 

Wie also kann so eine Tagesroutine konkret aussehen? 

Morgenroutine

  • Bett machen
  • Anziehen inklusive Schuhe
  • Frühstück
  • Geschirrspüler ausräumen/füllen
  • Fürs Mittagessen was aus dem TK? 
  • Zähne putzen, Morgenpflege (Hautpflege...MakeUP...Haare)
  • Toilette mit Bürste säubern
  • Kinder ready to go
  • Waschbecken säubern
  • Waschladung 
  • Heutige To Do's sichten
  • Herumliegendes aufheben, Hot Spots (mind. 5 Minuten)

Abendroutine

  • Kalender sichten
  • To-Do für morgen
  • Geschirrspüler laden/starten
  • Zeitschriften und alles was herum liegt wegräumen
  • 5' Raumrettung
  • Küchenspüle auf Hochglanz bringen
  • Saubere Kleidung falten, wegräumen
  • Kleider für Morgen raus legen (ebenfalls für Kinder mitdenken: Bibliothek? Turnen? Wanderung?)
  • Waschladung programmieren
  • Morgen Geschirr auftischen
  • Zähne putzen, Abendpflege
  • Tadaa's feiern! (Was habe ich heute alles erledigt?)

Meine persönlichen Tipps/ Fazit:

Jeder hat wohl ganz persönliche Morgen- und Abendroutinen. Ich habe natürlich hier nicht unsere ganz spezifisch aufgeschrieben sondern ein Muster. Was sich für mich persönlich sehr bewährt hat ist folgendes: 

 

  • Ich mache den Wäschekorb abends bereits bei der Wohnungstür bereit. Sobald ich mit den Kindern zur Garderobe runter gehe, kommt der mit und ich mache die Waschladung während die Kinder sich die Schuhe und die Jacken anziehen. Das ist z. B. ein Gang den ich immer leer gemacht habe. Und ja...wir haben schon so 4-6 Ladungen Wäsche pro Woche. So kann ich jeden Tag eine Wäsche machen. 
  • Ich lege die Kleider für mich und die Kinder im Wohnzimmer bereit. Unsere Kinder sind noch im Alter wo am Morgen mal noch Joghurt daneben geht und sobald sie morgens in die Kinderzimmer zurück marschieren, kriege ich sie nicht mehr raus. Daher schaue ich auch, dass die am Morgen benutzten Räume Spielzeugfrei sind. (Keine Mal-Sachen mehr um den Tisch...kein Spielzeug im Wohnzimmer etc. 
  • Flexibel bleiben! Ich muss mir selber immer wieder die Mini-Schritte ins Gedächtnis rufen. Denn zu Hause könnte man gefühlt immer irgendwo irgendwas putzen. 
  • Die Kinder mit einbeziehen! Auch Kinder können das Bett machen. Entweder man akzeptiert ihre Art oder man zeigt ihnen geduldig die im Haushalt geltende Familienart. Kleider raus legen, welche das Kind selbst gewählt hat, kann auch den Morgen positiv begünstigen, da es weniger Diskussionen gibt über die Wahl der Kleider. Meine Kinder machen auch mit bei der Hot-Spot Aktion wenn sie am Morgen zu Hause sind. Meist mache ich mit dem Handy Musik und je nach Alter des Kindes gebe ich ganz klare Anweisungen: Wie guck...die Legosteine in die Kiste. 

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